Fachkonzept Sozialraumorientierung

Das Fachkonzept Sozialraumorientierung geht zurück auf die Arbeit von Prof. Dr. Wolfgang Hinte. Es dient in zahlreichen Arbeitsfeldern Sozialer Arbeit als fachliche Grundlage. Folgende methodischen Prinzipien bilden den Kern des sozialräumlichen Ansatzes:

  1. Ausgangspunkt jeglicher Arbeit sind der Wille bzw. die Interessen der Menschen (in Abgrenzung zu Wünschen oder naiv definierten Bedarfen).
  2. Aktivierende Arbeit hat grundsätzlich Vorrang vor betreuender Tätigkeit.
  3. Bei der Gestaltung der Aktivitäten und Hilfen spielen personale und sozialräumliche Ressourcen eine wesentliche Rolle.
  4. Aktivitäten sind immer zielgruppen- und bereichsübergreifend angelegt.
  5. Vernetzung und Integration der verschiedenen sozialen Dienste sind Grundlage für funktionierende Einzelhilfen.

Das TfS bietet sowohl in der Organisations- als auch in der Personalentwicklung verschiedene Leistungen zur Implementierung des sozialräumlichen Ansatzes.

Es liegen mittlerweile eine Fülle von überzeugenden Praxisbeispielen vor, die belegen, dass

 

  • Soziale Arbeit nachhaltiger wirkt, wenn Adressaten bei der Lösungsplanung und Lösungsgestaltung in der Verantwortung bleiben oder darin bestärkt werden, Verantwortung zu übernehmen,
  • die Zufriedenheit bei den pädagogischen Fachkräften deutlich zunimmt, wenn es gelingt, sich innerhalb des Teams und in Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften auf wesentliche Standards in Bezug auf Haltung, Inhalte, Methoden und Verfahren zu einigen,
  • durch die Aktivierung von Menschen und die Vernetzung und Kooperation sozialer Dienste langfristig positive Effekte hinsichtlich der Steuerung und Kostenentwicklung festzustellen sind.

 

Institutionen der Sozialen Arbeit können deutlich vom Fachkonzept Sozialraumorientierung profitieren, wenn

  • die Inhalte von den MitarbeiterInnen verstanden und umgesetzt werden,
  • die Entscheidungsträger der Institution das Konzept unterstützen,
  • das Fachkonzept von den Fachkräften an die Bedarfe in der Praxis angepasst werden,
  • die pädagogischen Fachkräfte in regelmäßigen Trainings Haltung, Inhalte und Methode stetig überprüfen.

 

Das Trainingszentrum für Sozialraumorientierung kann über eine enge Kooperation mit dem Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung (ISSAB) der Universität Duisburg-Essen auf die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen aus vielen Jahren bei der Einführung und Umsetzung des Fachkonzepts Sozialraumorientierung zugreifen. 

 

Wir sehen unsere Aufgabe darin, Teams zu trainieren, die im Fachkonzept qualifiziert werden wollen, und Kommunen und Träger zu beraten, die sich für SRO interessieren. Zudem stellen wir eine Plattform für den fachlichen Austausch dar.

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